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Möbel Dt.Werkstätten

Dt.Werkstätten Hellerau - 119 JAHRE Spitzen-Möbel in Top Design

Dt.Werkstätten Hellerau - 119 JAHRE Spitzen-Möbel in Top Design

 

 

Das -Dresdner Hausgerät- als Synonym für deutsche Möbelformen - geradlinig und sachlich, seriell hergestellt und erschwinglich - war die Maxime des Tischlers und Sozialreformers Karl Schmidt. Er gründete 1898 in Dresden die Deutschen Werkstätten Hellerau.  

                Tuer_Hellerau-Fabrik_dwl6 Firmen Enblem 1907, gestaltet von Richard Riemerschmid                                     

Schmidt war bestens vernetzt und schaffte es, namhafte Gestalter wie Mackay Hughes Baillie ScottKarl Bertsch, Charles Rennie Mackintosh, Bruno Paul, Richard Riemerschmid oder Adolf G. Schneck an die Deutschen Werkstätten zu binden. 

Insbesondere in den Anfangsjahren mit dem Entwerfer Richard Riemerschmid  und seinem in 1906 entworfenen Dresdner Hausgerät, der ersten sogenannten Maschinen-Möbel-Serie,  haben die deutschen Werkstätten internationale Möbelgeschichte geschrieben.

                                               Herrenzimmer_Riemerschmid_1905_Tischbeine

Ein klares, ornamentloses Design war Ausdruck eine solchen maschinengestützten seriellen Fertigung und prägte damit eine neue Ästhetik im Möbelbau. Die modernen, funktionellen Möbel „aus dem Geist der Maschine“ waren zu ihrer Zeit geschmacksbildend in Deutschland und Europa. 

Im Vorwort des Preisbuches 1906 schreibt Hermann Muthesius  :  

"Das Maschinenmöbel"  

..... was bis heute in Deutschland noch gänzlich fehlt, ist Das anständige Möbel für den gemeinen Mann. Ein Möbel ohne Prätention, von einfacher, würdiger Erscheinung, aber höchster Gediegenheit in Material und Ausführung. ...."    „Das ganze Bestreben geht darauf hin, in größerer Herstellung ein technisch vollkommenes, preiswertes, nach Originalentwürfen erster Künstler gefertigtes Möbel zu schaffen.“

                                                        20150906_140839-1_1

Noch in den zwanziger und dreißiger Jahren beeinflussten die Deutschen Werkstätten Hellerau die Entwicklung der Möbelindustrie ganz entscheidend. Beispiele sind das Typenprogramm „Die billige Wohnung“ von Schneck oder „Die wachsende Wohnung“ von Bruno Paul.