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Jugendstil

Jugendstil - Authentisches Mobiliar von design3klang

 

exquisite Möbel des Jugendstils

 

 

Der "Jugendstil" war zeitlich nur eine kurze Epoche von ca. 15 Jahren, kurz vor der Jahrhundertwende beginnend und etwa zum Ersten Weltkrieg hin endend.

 

So wie der Stil vielgestaltig war, so war auch die Namensgebung in den Ländern unterschiedlich:

 

- Deutschland:           Jugendstil   (nach der Zeitschrift "Jugend", die den neuen Stil propagierte)

- Frankreich/Belgien:  Art Nouveau

- Österreich:              Secessionsstil

- Holland:                  Nieuwe Kunst

- Nordamerika:           New Style

 

Ferner wird auch nach der Herkunft und der Ausprägung der Objekte (verallgemeinernd) unterschieden, z.B. in 

figural, pflanzliche Dekore   =   französischer Stil

geometrisch-streng            =   Wiener Jugendstil

sachlich-funktional             =   deutscher Stil

 

Weitergehende Verästelungen in Deutschland verweisen darüberhinaus auf München, Dresden, Berlin und Darmstadt als Zentren der Epoche.

 

Als allgemeingültig für den Anspruch der neuen Bewegung in Deutschland kann ein Zitat von Hermann Muthesius aus 1906 gelten: 

..... was bis heute in Deutschland noch gänzlich fehlt, ist das anständige Möbel für den gemeinen Mann. Ein Möbel ohne Prätention, von einfacher, würdiger Erscheinung, aber höchster Gediegenheit in Material und Ausführung. ...."    „Das ganze Bestreben geht darauf hin, in größerer Herstellung ein technisch vollkommenes, preiswertes, nach Originalentwürfen erster Künstler gefertigtes Möbel zu schaffen.“ (Vorwort zum Preisbuch "Das Maschinenmöbel").

 

Um eine solche Herausforderung zu meistern, wurde im harten Ringen miteinander im Bereich der Möbel- und Einrichtungs-Herstellung eine folgenschwere epochale Neugründung vorgenommen:

 

 1907 wurde der "Werkbund" in München gegründet. 

Gründungsmitglieder waren zwölf Künstler (die sog."12 Apostel") und zwölf Unternehmen:

Peter BehrensTheodor Fischer, Josef HoffmannWilhelm KreisMax Laeuger, Adelbert Niemeyer, Joseph Maria Olbrich, Bruno Paul, Richard RiemerschmidJakob Julius ScharvogelPaul Schultze-NaumburgFritz Schumacher

 

Besteckfabrik Peter Bruckmann & Söhne (Heilbronn), Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst (Dresden)Verlag Eugen Diederichs (Jena), Schriftgießerei Gebr. Klingspor (Offenbach am Main), Druckerei „Künstlerbund Karlsruhe“, Poeschel & Trepte (Karlsruhe), Saalecker Werkstätten, Vereinigte Werkstätten für Kunst und Handwerk (München), Werkstätten für deutschen Hausrat Theophil Müller (Dresden), Wiener Werkstätte, Metallwerkstatt Wilhelm & Co. und Weberei Gottlob Wunderlich.

 

Die Zielsetzung des Werkbundes findet sich in einem Auszug aus der Satzung:

„Der Zweck des Bundes ist die Veredelung der gewerblichen Arbeit im Zusammenwirken von Kunst, Industrie und Handwerk durch Erziehung, Propaganda und geschlossene Stellungnahme zu einschlägigen Fragen.“

 

Der neue Stil wurde als revolutionär empfunden und war für den Zeitgeschmack provokant-rebellisch.

Von der große Mehrheit der Bevölkerung wurde er nicht akzeptiert, ja abgelehnt.

 

Im Rückblick bleibt die Jugendstilepoche eine elitäre-avantgardistische Bewegung von jungen Künstlern, welche häufig ihre Ausbildung in Bereichen der bildenden Künste erfahren hatten und sich nun auf dem neu entdeckten Feld der "Kunst im Handwerk" und auch in der Architektur einen Namen machten.

Die Abnehmerschaft der Möbel und Einrichtungsgegenstände beschränkte sich weitgehend auf das kunstafine gehobene (Bildungs-) Bürgertum und die intellektuelle Avantgarde.

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design3klang präsentiert eine exklusive Auswahl von authentischem Mobiliar des deutschen Jugendstils